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Bossi-Fedrigotti von Ochsenfeld

Blasonierung (z.t. von den Abbildungen abweichend!): Geviert von Gold und Blau mit einem Herzschild Grün mit Hifthorn Gold und Schnüren Rot, 1 ein Phönix natürlich, 2 eine Leier Gold, 3 ein Merkurstab Gold, 4 auf Dreiberg Grün ein Stier Rot schreitend vor einem Baum natürlichen. Vier Helme mit Helmkronen, 1 Decken Grün Gold, das Hifthorn aus dem Herzschild, 2 Decken Blau Gold, ein goldener Merkurstab, 3 Decken Schwarz Gold, ein Adler Schwarz, 4 Decken Blau Gold, eine Leier Gold.

Die Eintragung wurde durch Charlotte Gräfin Bossi-Fedrigotti von Ochsenfeld beantragt. Wappenberechtigt sind alle Agnaten der Familienmitglieder des gräflichen Hauses.

Katholisches Mailändisches Patriziergeschlecht (vgl. Conte Pompeo Litta, Le famiglie celebri Italiane, Dispensa 181, Turin 1880), das mit Nicolo gen. del Buoso, gest. Sacco bei Rovereto 1434 (s. Urk. d. Notars  Cistoforo da Cesena im Stadtarchiv Rovereto), um 1430 infolge politischer Wirren aus der Lombardei nach Tirol kommt und mit demselben die sichere Stammreihe beginnt. Belehnung durch die Republik Venedig mit dem Zehnten der Flur von Sacco 7.6.1461 (für des vorgenannten Sohn Fedrighello). Der Beiname Fedrigotti wird Ende des 16. Jhrts. erstmals genannt und ist möglicherweise aus der Verbindung des Federigo de Bossi mit einer Nachkommin des „Fridericus qui dicitur Gottus“, 1307 urkl. (s. Cod. Cles. I 14 a), abzuleiten. – Tirol. Wappen- und Adelsbestätigung vom 20.7.1592 (vom Erzherzog Ferdinand für des Federigo Sohn Giovanni de Bossi); Reichsadelsstand mit „von Ochsenfeld“ Wien 23.1.1717 (für die Brüder Johann und Friedrich Bossi-Fedrigotti aus Rovereto); Reichs- und bayerischer Grafenstand München 16.9.1790 (vom Kurfürsten Karl Theodor von Pfalzbayern als Reichsvikar [„Neunziger-Grafen“] für Joseph und dessen Neffen Johann Peter [Gianpietro] Bossi-Fedrigotti v. Ochsenfeld); österr. Grafenstand mit Wappenbesserung Wien 14.3.1827; Herr und Landmann in Tirol 1827 (beides für den Letztgenannten); Anerkennung des Reichsgrafenstandes unter Änderung des Prädikates „von Ochsenfeld“ in „di Campobove“ lt. Dekret der kgl. italienischen Präfektur in Trient .8.1929 sowie lt. Min.-Dekret vom 27.6.1932 (für die in Italien ansässigen Familienmitglieder).