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Cramer-Klett

Freiherren von Cramer-Klett

Durch die Ehe (1847) des Unternehmers Theodor Cramer (1817-1884) mit Emilie Klett (+ 1866), der Erbin der 1. Nürnberger Maschinenfabrik, wurde die Familie Cramer-Klett begründet. Die Cramer kamen im 18. Jahrhundert aus Werden/Ruhr nach Nürnberg. Johann Friedrich Klett (1778-1847) aus Zella-St. Blasii (Thüringen) war seit 1798/1805 hier tätig und errichtete 1841/42 die auf Dampfmaschinen spezialisierte Fabrik, die 1898 mit der Maschinenfabrik Augsburg zur MAN vereinigt wurde (Eisenbahnwaggons, Brücken). Theodor Cramer-Klett erhielt 1869 den Bayer. Adel ad personam, 1876 den erblichen Freiherrenstand verliehen. Sein gleichnamiger Sohn (+ 1938) ehelichte 1903 Ännie Freiin von Würtzburg (+ 1952), nach ihres Vaters Tod 1922 Erbin des würtzburgischen Familienbesitzes in Oberfranken (Mitwitz, Haig), und legte 1923 den MAN-Vorsitz nieder. Schwerpunkt der Familie war die 1875 erworbene Herrschaft Hohenaschau/Obb., die als Fideikommiß Eingerichtet worden war, freilich nicht ungeschmälert gehalten werden konnte. Hervorzuheben wäre die Förderung der bayerischen Benediktiner.

Gerd Zimmermann in: Altfränkische Bilder und Wappenkalender, 89. Jg, 1990, S. 9