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Herdegen / Herzog von Culm

Anmerkung zum Wappen der Herzogen von Culm: Dieses Wappen wurde schon um 1450 von Hans Herdegen Amtmann zu Jöslein geführt, und auch von einem seiner Enkelkinder, Wolgang Christoph Herdegen von Kulmberg (heute Sophienberg) um 1550. Dieser war auch Ganerbe zu Rothenberg. Um 1715 erhielt Johann Franz Bernhard Herdegen von Culm eine Wappenbestätigung als Ritter und Edler verbunden mit dem Reichsritterstand (durch den k. und k. Rath und ungarischen Hofkammer-Buchhaltungs-Raitrath mit dem Prädicate 'Edler von'). Diese Urkunde ist im Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien einzusehen. Das Wappen wurde dabei durch zwei Löwen ergänzt.

Die Familie floh vor dem Lutherthum ins badische und württembergische. Aus dieser Familie entsprangen einige bedeutende Persönlichkeiten, so z.B Johann Christoph Herdegen (Württembergischer Finanzminister), Petrus Laurentius Herdegen de Culm (Hofmaler), Johannes Leonardus Herdegen de Culm (bonorum zu Ofen), Balthasar Herdegen de Culm (vicarius et decanus ad S.Stephanum Bamberga). Noch heute leben in Württemberg, Wien und Amerika Nachkommen dieser Familie.


Quelle: Johann Siebmachers Wappenbuch

Weitere Info:
Historische Familienwappen in Franken von Eugen Schöler

Hans Wolfgang Herdegen von Culm war 1584 Ganerbe zum Rotenberg. Das annähernd gleichzeitige W.-B. der Ganerben gibt das Wappen wie folgt: in w. ein r. Schrägbalken, belegt mit g.-begrifftem Schwert. Helm: geharnischter Arm (Bugverzierung g.) das Schwert emporhaltend, zwischen zwei w. Flügeln. Die je mit r. Schrägbalken belegt sind. Decken: r.w.

Johann Franz Bernhard Herdegen v. Culm, Ritter u. Edle. Reichsritterstand. Bestätigungsdiplom von 1715 für Johann Franz Bernhard Herdegen von Culm, k. k. Rath und ungarischen Hofkammer-Buchhaltungs-Raitrath, mit dem Prädicate : Edler von.

Bierbrauer und genannter des kleineren Rates in Nürnberg, gest. 1593 Wappen: In blau ein silberner Ritter mit der Rechten das Schwert auf die Hüfte gestützt, aus kariertem Schildesfuss. Kopfbedeckung: Der Ritter wie im Schild Decke: blau / gelb.

Herdegen Johann Martin Spezereikrämer und Genannter in Nürnberg 1735. Herdegen Georg Paul, Genannter daselbst 1748. Wappen: Von karierter und gelb geteilter Schild mit einem Pfahl in wechselnden Farben, der mit einem gelben Degen mit kariertem Griffe belegt ist. Kopfbedeckung: Ein von kariertem und gelb geteilter geschlossener Flug mit den Schildesfiguren. Decke: Kariert und gelb.

Herdegen Bürgerliches ratsfähiges Geschlecht in Nürnberg 1552. Wappen: Von gelb und kariert geteilt Oben ein kariert gekleideter Mann mit silberner Stirnbinde, wachsend, einen silbenernen Dolch gegen die Brust haltend (her Degen?) Decke: kariert, gelb.

Herdegen Sebald Wappenbrief von Kaiser Karl V. 1545. Wappen: In rot ein gelb bekleideter Rechtarm haltend einen blosen Degen an karrierter Hefte. Helm: der Arm mit dem Degen. Decken und Binde: rot / gelb.

Herdegen Die damalige Mitteilung beruhte auf den Heyer'schen Auszügen aus Akten des Reichsadelarchives in Wien. Wir erfahren aus denselben ausser der Wappenbeschreibung nur den Namen des Begnadigten, Sebald Herdegen und das Jahr der Erteilung 1545. Auch der Cod.Pal.Germ.491 der Heidelberger Universitätsbibliothek (S.55ff), gibt von diesem Wappenbriefe nur das Jahr. In Rot aus dem unteren hinteren Schuildrande ein gelb bekleideter Arm, einen Dolch oder Degen mit schraffierem Grifff zum Stich haltend. Helmzier: Arm mit Degen. Decken: Rot / Gelb

Namensdeutungen Herdegen:

Herdegen, Heerdegen
Zitat: "He(e)rdegen bedeutet junger Kriegsheld. Der Vorname ist schon im 9.Jahrhundert nachgewiesen, findet sich im mitteldeutschen vor allem aber in schlesischen Urkunden des ausgehenden Mittelalters. Eine besondere Bedeutung hagiol. Oder dyn. Stütze ist mir nicht bekannt. Familiennamen: Her-, Heer-, Herr-, Hör-dege(n), Herdeg, Herde(n); niederdeutsch. Ha(a)rdege(n); Hertdegen; Patr. Heer-, Hör-deger"
Quelle: Unsere Familiennamen Band II von Dr.K.Linnartz, Ferd.Dümmlers Verlag Bonn

He(e)rdegen, = deg(e).
Zitat: "Der herrliche altdeutsche Mannesname Herdegen (= Volkskämpfer) ist im 12.-14., ja (z.B. im Alemanischen) noch im 15.Jahrhundert so lebendig, dass sich Belege erübrigen. 1303 Ruodolph Herdegen, habsburgischer Zinsmann zu Hailtingen, Kr.Riedlingen HU.256,308 - 1322 Herbord Herdeghen, pomm. Magister: PUB. VI, 130 u. ö. - 1361 Chunrat Herdegen, Zinsmann zu Stübach MB,XLVII 72."
Quelle: Etymologisches Wörterbuch der Deutschen Familiennamen Limburg Verlag Prof.J.K.Brechenmacher

Herdegen, oder Heerdegen
Zitat: "Eine ur-alte adeliche Familie in Thüringen und selbiger Gegend, welche auch in dem Braunschweigischen floriren, und sich Jagemanne von Heerdegen nennen soll. Knauth Prodr.Misn.p.516. Als anno 1250, Bischoff Hiringus zu Würtzburg die mit seinem Adel gehabte Streitigkeiten durch Amnestie abgethan hatte, lud er einstens 12 derer vornehmsten zu Gaste, worunter auch ein Ritter von Heerdegen war. Nach der Tafel gieng er in ein Zimmer, und liess einen nach dem andern zu sich ruffen, gleich als wenn er mit ihnen im Vertrauen was zu reden hätte; so bald aber einer in das Zimmer trat, ward er gleich massacriret. Als der Ritter von Heerdegen solches merkte, erfahe er die Gelegenheit, und hieb dem Bischoff die Nase ab, ehe er hingerichtet ward. Georg Wilhelm auf Bienschwitz, starb anno 1662. Als Chur-Sächsischer Land-Jägermeister. Johann Sigmund florirte anno 1716 als Chur-Sächsischer Kammer-Juncker und Ober-Forst und Wild-Meister."
Quelle: Knaut.Prodr.Misn.Mülleri.Annal.Sax

Herdegen, Heerdegen.
Zitat: "Altes, thüringisches und fränkisches Adelsgeschlecht, aus welchem schon 1250, wie Gauhe nach Hübner, VII. S.167 angiebt, ein Ritter v. Herdegen in den bedeutenden Streitigkeiten genannt wird, welche Hiringus Graf v. Rheinstein, Bischof zu Würzburg, mit dem Würzburgischen Adel hatte. Später hat Knauth die Familie unter dem meissenschen Adel aufgezählt. Georg Wilhelm Sigmund von Herdegen, Herr auf Colmbach und Braschwitz, starb 1662 als kursächsischer Land-Jägermeister und Johann Sigmund von Herdegen war 1716 kursächsischer Ober-Forst- und Wildmeister und hatte den Stamm durch den Sohn, Sigmund Adolph, fortgesetzt. In grösseren, der Radaction bekannten genealogischen Sammlungen finden sich Nachweise über die Familie nur von 1485 bis 1700 vor: über das Fortblühen derselben im 18.Jahrhundert fehlen wohl alle Nachrichten und auch die Siegel, welche in grösseren Sammlungen vorkommen, stammen von Petschaften aus der zweiten Hälfte des 17. Und dem Anfange des 18.Jahrhundert. Eins der letzteren hat die Umschrift: J.W. v. H. "
Quelle: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon