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von Hertenberg
(auch genannt Schönbrunn)


Quelle: Scheibler'sches Wappenbuch


Quelle: Ingeram Codex

Hier die Abbildung eines Siegels der Herren von Hertenberg. Der Stammsitz dieser 1265 erstmals urkundlich genannten Familie, die Burg Ha(e)rtenberg, befindet sich am nordöstlichen Rand des historischen Egerlandes auf einem Sporn über der Zwodau, unweit nördlich von Falkenau (heute Tschechische Republik). Am Ende des 13. Jahrhunderts erbten die Hertenberger umfangreichen Streubesitz im Süden des Fichtelgebirges mit der Burg Schönbrunn bei Wunsiedel, sowie die Burg Königswart bei Marienbad von den verschwägerten Herren von Hohenberg. Im 14. Jahrhundert zählte das Geschlecht zu den einflußreichsten Familien im Egerland; Taut von Hertenberg zu Schönbrunn bekleidete in den Jahren 1306 - 1308 das wichtige Amt des Egerer Landrichters. Nach dem Jahr 1322 kämpfte das Geschlecht zusammen mit anderen Ministerialen gegen die böhmische und stadtegerische Vormacht in der Region, wobei die Burg Königswart zerstört wurde. Bald darauf ging auch Schönbrunn an die Burggrafen von Nürnberg über.  Die egerländischen Hertenberger sind 1760 mit dem fürstlich schwarzburg-rudolfstädtischen Geheimen Rat und Kanzler Christoph Leopold von Hertenberg auf Ascha ausgestorben.

Quelle: Bernau, 'Album der Burgen und Schlösser im Königreiche Böhmen', 1. Bd. Saaz 1881, S. 4.

Weitere Info:
Historische Familienwappen in Franken von Eugen Schöler.