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von Liebenstein

Die Liebensteiner zählten zu den mächtigsten Ministerialen im Egerland. Schon in vorstaufischer Zeit kamen sie mit dem Grafen Diepold III. von Giengen-Vohburg aus der Gegend von Cham (Liebenstein am Fuße des Haidsteins!) ins Egerland und gründeten die Burg Liebenstein bei Tirschenreuth, die 1145 erstmals erwähnt wird. Ihr ursprüngliches Tätigkeitsfeld lag zunächst im südlichen Egerland; in staufischer Zeit griffen sie dann auch in den Raum nördlich von Eger ein und gründeten die 1264 erstmals erwähnte Burg "Nuen Libenstein" östlich von Hohenberg/Eger. Die Liebensteiner hatten ihre eigene Ministerialität; zwei aus der Familie bekleideten das Amt des Egerer Landrichters. Der letzte Liebensteiner starb 1292 und wurde von den von Hertenberg, von Nothaften, Parsbergern und von Bruck beerbt. Die Siegel überliefern einen gerauteten Schild als Wappen.


Quelle: Heinrich Gradl, 'Monumenta Egrana', Eger 1886.