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Landauer


Wappen des Matthes Landauer, Bürger zu Nürnberg, Stifter des Landauer'schen Zwölfbrüderhauses daselbst, verstorben 07.01.1535.
Blasonierung: Eine Spitze mit einem Lindenblatt belegt und von 2 Lindenblättern beseitet; geschlossener Flug mit den Schildfiguren (keine Angaben zu Farben in dieser Quelle).
Quelle: Siebmacher Band 9, Teil 1, Seite 42. Die Abbildung findet sich auf Tafel 70.

Die Landauersche Zwölfbrüderstiftung zu Nürnberg - "nit jung und mit tapferem Alter beladen"
Nach dem Vorbild der Mendel'schen Zwölfbrüderstiftung errichtete der Nürnberger Patrizier Matthäus Landauer 1510 ein ebenfalls für zwölf Handwerker bestimmtes Altersheim. Landauer war Montanherr und sehr vermögend. Sein Einkommen aus den Bergwerken kam nicht nur der Landauerschen Stiftung, sondern auch bedeutenden Künstlern wie Albrecht Dürer und Adam Kraft zugute, denen Landauer große Aufträge erteilte.
Die Landauersche Stiftung war der Mendelschen Stiftung in Wirtschaftsführung und Zweckbestimmung sehr ähnlich. Auch hier wurde keiner aufgenommen, der Geistlicher oder bettlägerig war. Es durfte auch keiner sein, der dem Brüderhaus Schande bereiten würde, aber auch keiner, der schon Mendelscher Bruder gewesen war. Die Landauersche Zwölfbrüderstiftung nahm jedoch auch Personen auf, die keine Nürnberger Bürger waren.
Weiters bestimmte Landauer, dass der vom Rat der Stadt eingesetzte Verwalter der Stiftung ein gemaltes Hausbuch zu führen hatte, sodass die Insassen der Landauerschen Stiftung und ihr früherer Beruf ebenfalls in Bildern dokumentiert sind. Im Unterschied zur Mendelschen Chronik, die schon Papier verwendete, sind die Bilder der Landauerschen Chronik jedoch ausschließlich auf Pergament gemalt (in Tempera, später öl).


Quelle: 'Nürnberger Forschungen - Die Familie Landauer vom Maler zum Montanherrn' von Joachim Ahlborn; herausgegeben vom Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg; erschienen 1969.