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Rietter / Rieter / Ritter
Rieter von Kornburg
Rieter von Kornburg und Kalbensteinberg
Rieter von Boxberg


Quelle: Brabstein des Joachim Rieter in Ottmaring


Quelle: Johann Siebmachers Wappenbuch


Quelle: Johann Siebmachers Wappenbuch, erneuertes und Vermehrtes Wappen-Buch. Faksimiledruck der Ausgabe von 1701 / 1703


Quelle: Rieterische Ahnentafel aus dem 17. Jahrhundert (Pfarrarchiv Kalbensteinberg)

Stammwappen: Geteilt Schwarz Gold, darüber eine rot gewandete und goldbekrönte zweischwänzigen silbernen Sirene.
Nach dem Erwerb der Herrschaft Kornburg nahmen sie das Wappen von Kornburg in ihr gebessertes Wappen auf; ein gold-rot gespaltener Schild mit einer Lilie in gewechselten Tinkturen.
Im Wappen aus der Rieterschen Ahnentafel im Pfarrarchiv Kalbensteinberg ist ein zusätzlich gemehrtes Wappen zu finden, in dem vorne unten das Wappen derer von Kalbensteinberg zu sehen ist, also gespalten, vorne Rot, hinten Rauten Weis Blau.

Der Ursprung der Rieter (auch: Rietter oder Ritter) ist nicht eindeutig geklärt. Es ist wahrscheinlich, daß sie aus Ebern stammen und nicht aus dem Orient oder Zypern, wie es die spätere Familienchronik wollte. Manche Informationen weisen auch auf eine Vorgeschichte als Kreuzritter hin, was beide Versionen erklären würde. Der bereits im 14. Jh. vorhandene Grundbesitz und die Wappenverleihung durch König Jakob von Zypern im Jahre 1384 lässt eine Abstammung aus dem Ministerialenstand vermuten. Die Rieter wurden im Fernhandel reich und zeichneten sich durch Mobilität, Kunstsinn, Sammelleidenschaft, dem Festhalten an alten Werten, Eigensinnigkeit und durch großzügige Stiftungen aus. Nachdem sie 1437 in den Besitz von Kalbensteinberg gelangten, kauften die Rieter 1447 das Wasserschloss in Kornburg (Rieterschloss), bekamen den kaiserlichen Briefadel verliehen und nannten sich Rieter von Kornburg. 1462 kam Andreas Rieter von Kornburg durch Heirat an die Herrschaft Bocksberg (auch: Pocksberg). Er war Begründer der Bocksberger Linie. 1502, nach dem Tod von Peter Rieter, starb die Kornburger Linie aus und das Majorat ging auf die Kalbensteinberger bzw. Bocksberger Linie über. Nach dem Aussterben der Rieter und langwierigen Erbschaftsstreitigkeiten mit dem Ritterkanton Altmühl, fiel deren Besitz, durch die bereits 1437 gegründete Rieterstiftung, an das Heilig-Geist-Spital.

Weitere Info:
Historische Familienwappen in Franken von Eugen Schöler