Hauptseite: Wappenrolle

Steinig von Steinegg

Blasonierung: Blau, ein Wellenbalken Gold; Decken Blau Gold; Büffelhörner mit Wellenbalken Gold.

Wappenberechtigt sind alle Agnaten des Henricus von Steinegg, geboren um 1150 auf Burg Steinegg in Wittlekofen bei Bonndorf.

Das Wappen ist auch in der Wappenrolle der Heraldischen Gemeinschaft Westfalen unter der Kennung 19109010 zu finden.

Familie von Stein-Steinig-Steinegg – ein Geschlecht

(von Heinz Freiherr Steinig von Steinegg und Christoph Freiherr Steinig von Steinegg)

Die Burg Steinig-unekka bei Steckborn/Schweiz war vor langer Zeit wohl ein Kraftplatz, ein Treffpunkt für wichtige Beratungen mit einem entsprechenden stabileren Gebäude darauf, mit dem keltischen Namen Eighi Tzeini. Hieraus entwickelte sich die Burg Steinigunekka. Das Geschlecht der Burg Steinigunekka hieß wohl lange Zeit “Eighi Tzeini“ und wird auf ca. 1600 v. Chr. geschätzt. Von hier aus gab es weit vor der Zeitenwende schon eine Auswanderung nach England mit dem gleichen Namen, die assoziiert wohl ca. 1000 v.Chr. stattfand. Bei der zweiten Auswanderung nach England um geschätzt grob 800 v.Chr. nannten sie sich Aigna Tzainiz und bei der dritten Auswanderung nach England geschätzt 425 n.Chr. nannten sie sich Steyning, wo es noch heute einen solchen Ort gibt. Verwandtschaftliche Beziehungen gab es auch zwischen Steinigunekka und dem Luwenostein (Löwenstein) als Burg, was ein sehr früher Keltenplatz war. Luwenostein lag ca. 15 km von Steinigunekka weg.

Die Wolfsangel war das typische Erkennungszeichen dieser Familie Stein-Steinig-Steinegg bis grob so um 1150 herum. Wobei vor dem Jahr 1000 Familiennamen eher noch selten vorhanden waren. Also war es das Wolfsangel-Geschlecht. Ein Teil davon mit später zusätzlichem Wellenbalken in den Wolfsangeln. Doch vor den Wolfsangeln war das Erkennungszeichen ein Hirschgeweih mit Wolfsangel. Somit ist anzunehmen, daß die Geschlechter die ein Hirschgeweih im Wappen tragen von diesem, meinem frühen Geschlecht, abstammen könnten.

Dieses Geschlecht wird dem germanischen Uradel zugerechnet und ist weit vor den Stein nachweisbar. Wobei ich noch einmal erwähnen möchte, daß sich die Menschen vor 1000 mit Familiennamen schwer taten und waren nahezu noch nicht weitreichend eingeführt, sondern nur teilweise.

Diese Familie und Verwandten trennten später strikt die Wolfsangeln von den Wellenbalken. Ein Teil dieser Familie entschied sich nur noch mit den Wolfsangeln zu leben und nannten sich dann „vom oder auch von Stein“ und ebenso ein Teil „von Steinegg“ oder auch „von Stein von Steinegg“. Ein anderer Teil dieser Familie lebte nur noch mit den Wellenbalken. - Unter diesen Aspekten verzweigte sich die Familie gleichen Ursprungs.

Laut Artur Hauptmann und Herrn Steineck wird das bei Fellbach gefundene Hirschgeweih dem Stein-Steinig-Geschlecht zugeordnet, welches eine Wolfsangel zeigt und Farbreste des typischen Gelb aufweist. Es datiert weit vor der Zeitenwende.

Ebenso wird Agilo (306, 365 n. Chr.) diesem Geschlecht zugeordnet weil alle Güter dieses Geschlechts (hier noch ohne Nachnahmen, aber zum besseren Verständnis nenne ich sie die „Stein“-Güter) vor den römischen Truppen vor Zerstörung sicher waren und er, laut Artur Hauptmann, auch eine Wolfsangel hatte. Seine Verwandten waren daher sicher, weil er oberster Heerführer der römischen Fußtruppen war.

Der Lombarden König Agilulf (589 n. Chr.) wird eindeutig unserem Geschlecht zugeordnet. Die Merkmale des Handgriffs von seinem Arrasschwert (Südengland) stimmten mit denen vom Verteiler (Teil eines Pferdegeschirrs) (gefunden auf der Burg Steineck/Fränkische Saale) überein. Das Arrasschwert weist Wellenlinien und vereinfachte Wolfsangeln auf.

An der fränkischen Saale gab es, gemäß handschriftlichen Aufzeichnungen in unseren Familienunterlagen zufolge, schon sehr alte Herrschafts-Zentralansiedlungen (welche später als Burg bezeichnet wurden). Eine alte Burg Stainagin, gelegen auf dem Quästenberg an der fränkischen Saale (im Windheimer Forst) soll so um 20 – 30 n. Chr. gebaut worden sein und war der Vorläufer der späteren bekannten Burg Steineck (Steinecke), wo der Verteiler gefunden wurde. Die Stammeszeichen waren von der Vorläuferburg Stainagin das Hirschgeweih und die Wolfsangel. Diese kamen aus dem Breisgau. Hieraus soll etwa um die gleiche Zeit, auch noch entstanden sein die „Burg“ Stainegon in Steinaha/Steinbach an der fränkischen Saale.

Stein zu Nord- und Ostheim (Rhön an der Werra in Franken) sind dem gleichen Geschlecht zuzuordnen, auch wenn diese aus Thüringen kamen. Sie kamen vom Schloß Altenstein/Alte Stein aus Bad Liebenstein/Thüringen. Diese wiederum kamen von den Steinegg/Stein mit der Wolfsangel, aus Schnellmannshausen/Werra –Thüringen.

Leopold „von Stain“ (Lewpolt), der 728 in der Schlacht am Feilenforst gefallen war, wird ebenso dem Stein-Steinig-Steinegg Geschlecht zugeordnet.

Zur ersten Burg Steinig-unekka bei Steckborn/Schweiz (um die 426 n. Chr. erbaut), wird auch Pradolt zugeordnet, der 728 erwähnt wurde. Die Burg bzw. diese Wohnstätte selbst wird in einer ungesicherten Quelle erstmals 650 erwähnt und gesichert 837 und beinhaltet einen unverbindlichen Stammbaum ab 728. Es gab auch noch eine Burg Steinig-unbrucco und Steinig-ungrimma in der Schweiz.

Im Jahre 1063 war ein sehr starkes Erdbeben im Bodenseeraum. Vermutlich wurde die Burg weitgehend zerstört (später aber wieder aufgebaut) und gab Anlaß, daß ein Teil der Familie mit dem Vater Geroldus 1065 nach Wittlekofen bei Bonndorf im Schwarzwald an der Steina, übersiedelte. Hier stiftete Geroldus-Sohn Berchtoldo * 1032, adelig, ein Kloster. In diesem Zusammenhang wurde Berchtoldo der Adelstitel „Freiherr“, vom Kaiser (König) Heinrich IV. verliehen, und daß er nach eigenem Recht in Wittlekofen herrschen darf. Dieses war ungewöhnlich früh.

Besonders interessant finden wir, daß der Vater Berchtoldo *1032 in Wittlekofen ein Kloster gründete und sein Sohn Bertoldo *1060, freier adeliger Herrscher (nobilis dictus), der den Namen von Steinegg in von Wittlekofen geändert hatte, Raubeinsätze und Brandschatzungen in größerem Umfang tätigte. Er wurde deshalb exkommuniziert, mußte eine hohe Geldstrafe von 100 Mark bezahlen und sein Grundstück in Brunnadern abgeben. Es war wohl zu allen Zeiten so, daß die Kinder nicht immer nach Elternwunsch handelten.

Es war früher nicht befremdent, daß Menschen Ihren Namen änderten, wenn sie in eine andere Gegend zogen. Dies sollte Integration und schnellere Anerkennung beinhalten. So wechselte Berchtoldo *1032, der noch als Neuankömmling in Wittlekofen sich „von Steinegge“ nannte seinen Namen in „von Wittlekofen“. Ebenso seine 4 bekannten Kinder (vielleicht waren es auch mehr) und wiederum deren Kinder. Dieser Name hielt sich also nur 3 Generationen. Dann besann sich dieses Geschlecht wieder voll auf den Ursprung in der Schweiz und nannten sich ab etwa 1050 wieder mit Stolz „von Steinegg-e“.

Die Stein-Steinegg waren ein großes Lokatorengeschlecht und zwar entwickelte sich dies aus dem Teil der Familie, der aus Schweiz kam. In meinem Burgen-Stammbaum, den auch niemand anderes als das A und O erstellen könnte, ist jedoch eine sehr gute Übersicht gegeben, wie sich das Geschlecht verbreitet hatte. Die in der Schweiz verbliebenen Teile waren mehr ein Dienstmannengeschlecht.

Der Arzt Heinrich von Steinegg *1201 entwickelte eine ganz spezielle Heilsalbe dessen Rezept noch heute meine Familie aufbewahrt; die so genannte Steinegger Wundsalbe: bestehend aus Harz, Butter, Bienenwachs und Terpentinöl. In diesem Zusammenhang bezeichnete Dr. Fuhrmann meine Familie als Steinegg-Steinig.

Für meine Person gesehen ist sehr wichtig, daß ein Diethelm von Steinegg, bezeichnet als Edeler und Freiherr 1312 nach Schlesien ging, um dort im Auftrag des Klosters von St. Blasien, die Kolonisation voran zu treiben.

Bertholdo von Steinegg, Freiherr *1375 zog 1404 im Gefolge von Herzog Ludwig von Schweidnitz mit nach Jerusalem in Verbindung mit einem Kreuzzug. Er war verheiratet mit Elisabeth (Elsbeth) von Gleichen und kam nicht mehr zurück.

1433 gab es jedoch einen besonders schweren Schicksalsschlag. Als die husseitischen Ketzer in Schlesien einfielen wurden sehr viele Mitglieder meiner Familie erschlagen und getötet. Erwähnt wurde: viele Kinder und Söhne und die Mutter Anna. Hier herrschte viel Trauer. Doch mein Ur..großvater Georg von Steinegg *1455, Freiherr und Erbscholze, blieb am Leben und daher können wir und seine Nachkommen heute leben.

Durch Verarmung gab es viel Auf und Ab, doch geschah so etwas bei den meisten Menschen und Geschlechtern.

Eine exakte Namensbeibehaltung durch die Jahrhunderte war in unserem Geschlecht nicht gegeben, was aber auch nicht von Bedeutung ist. Selbst Dr. Fuhrmann hat dies erkannt und entsprechend formuliert. Dies ist eine Tatsache und Ausnahme aus den strengen Regeln der Genealogie, auch wenn dies verschiedene Heraldiker nicht anerkennen wollen. Die Meinung von Artur Hauptmann, Paul Kindler (geistlicher Rat) und Dr. Fuhrmann sind für mich in diesem Fall maßgebend.

Dazwischen war der Name nur noch „Steinig“ ca. 250 Jahre lang und einem alten Stammbuch vom Hermann Gustav Hugo Karl Steinig von 1884 zufolge, wurde in diesem Stammburg bestätigt und genehmigt „dokumentierte Namensberechtigung in = Freiherr Steinig von Steinegg“, am 12. Mai 1887. Ab da wieder dieser Titel wie schon vor ca. 250 Jahren gemäß dem Geschlechterbuch aus Schlesien. Warum aber dieser Titel sich nicht durchgesetzt hatte, hängt wahrscheinlich mit einer zwangsweisen Umschreibung der Familiendokumente zu Hitlerszeiten zusammen, was zweimal geschah. Obwohl wir entsprechende Dokumente doch noch finden konnten, wurde fast nur Steinig verwendet, obwohl es sogar noch einen Staatsbürgerschaftsausweis von Preußen von unserem Vater Alfred Freiherr Steinig von Steinegg gibt. Dies konnten wir bisher nicht aufklären.

Die Geschichte begann mit Steinig (-unekka) und geht heute weiter mit Steinig und dazwischen gab es viele verschiedene Namen und Abweichungen. Und doch ist es ein Geschlecht: die von Steinegg, von Stein, Steinig von Steinegg, Stein von Steinegg und viele mehr.

zum Wappen Nr. 1: (Wolfsangeln und Wellenbalken mit Topfhelm) zugehörig zu den Steinegg/Stein auf Steinigunekka, mit genommen nach Wittlekofen und wurde von den Steinegg, die sich 3 Generationen dann auch von Wittlekofen nannten, geführt.

Später gab es dann nur noch Wellenbalken und nur Wolfsangeln.

zum Wappen Nr. 2: (Wolfsangeln mit Topfhelm) zugehörig zu den Steinegg/Stein auf Steinigunekka und zwar schon recht früh vor dem Wappen mit den Wolfsangeln und Wellenbalken. Dieses haben dann die Stein und einige Steinegg übernommen und ebenso die Stein von Steinegg und weitere Abwandlungen.

Später gab es dann nur noch Wellenbalken und nur Wolfsangeln.

Die Linie aus Wittlekofen/Bondorf und somit auch in Schlesien führte das Wappen mit den Wellenbalken weiter.